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Riechstoff: Reisenotizen

10.01.2013 | 16:58 |  von Daniel Kalt (Die Presse - Schaufenster)

Nicht nur Bücher und Bilder erzählen Geschichten von fernen Ländern, sondern auch (und gerade!) feine Duftnoten.

Bild: (c) beigestellt 

Nicht nur Bücher und Bilder erzählen Geschichten von fernen Ländern, sondern auch (und gerade!) feine Duftnoten. Oder, andersherum, wer auf Reisen geht, könnte sich im Vorfeld ein zur jeweiligen Destination passendes Parfum im Taschenzerstäuber aussuchen.

So ist etwa „Le Parfum“ von Elie Saab ein trefflicher Begleiter in vor Hitze glühenden Ländern: Weiße Blüten, Patschuli und Honig tragen diese Komposition, die sich doch alles andere als schwer, ja erstaunlich frisch ausmacht. Für Begeisterung im Nahen Osten würde wohl „Féminité du bois“, nun im Taschenzerstäuber von Serge Lutens erhältlich, sorgen: Die Orientalen lieben ja opulente Kompositionen (die „Féminité“ ist eine pflaumig-üppig-fruchtige Gaumenfreude), auch wenn der Mitteleuropäer sie bei hohen Temperaturen schwerer erträgt. Sozusagen unabhängig von allen Länge- und Breitegraden sowie schnöden Thermometern funktioniert (oder eben nicht) der Parfumgeschichte schreibende Klassiker „Angel“ von Thierry Mugler.

Es heißt ja, er würde die Gemeinde der Duftliebhaber in zwei einander unversöhnlich gegenüberstehende Lager spalten. Ein kleiner Tipp für alle „Angelisten“ sei aber am Rande angefügt: In der U-Bahn von Tokio unterlässt man eine Zwischendurchauffrischung mit „Angel“ lieber; dort ist nämlich olfaktorische Unauffälligkeit gefragt. Und dafür steht dieser Duft gewiss nicht.

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