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Studie: Übergewichtige leben länger

02.01.2013 | 11:14 |   (DiePresse.com)

Eine Analyse von 97 internationalen Studien ergab, dass das Sterblichkeitsrisiko bei korpulenten Menschen um sechs Prozent niedriger ist als bei Normalgewichtigen.

Symbolbild / Bild: Reuters (David Moir) 

Übergewichtige und Menschen mit einem leichten Hang zur Fettleibigkeit leben länger als Normalgewichtige, Fettleibige dagegen sterben früher: Das geht aus einer Analyse von 97 Studien weltweit hervor, die im US-Fachblatt "Journal of the Medical American Association (JAMA)" veröffentlicht wurde.

Demnach ist das Sterblichkeitsrisiko bei Übergewichtigen sechs Prozent niedriger als bei Normalgewichtigen, bei leicht Fettleibigen ist es fünf Prozent niedriger. Bei Fettleibigen mit einem Body-Mass-Index von über 35 dagegen steigt das Risiko um 29 Prozent.

Häufige Arztbesuche

Die Wissenschaftler erklären die Ergebnisse unter anderem damit, dass Menschen mit Übergewicht und leichter Fettleibigkeit häufiger ärztlich untersucht und behandelt werden als Normalgewichtige. Außerdem verweisen die Forscher auf größere Energiereserven bei dicken Menschen, die ihnen bei bestimmten Krankheiten zugute kommen könnten. Die Meta-Analyse umfasst fast drei Millionen Probanden, darunter vor allem in Nord- und Südamerika, Europa und Asien.

Der Leiter des US-Zentrums für Gesundheitsschutz und Prävention (CDC), Thomas Frieden, verwies in einer Erklärung erneut darauf hin, dass Fettleibigkeit ungesund sei - auch wenn noch viele Fragen dazu offen seien. Durch allzu viel Gewicht steige das Risiko von Altersdiabetes, Herzkrankheiten, Krebs und zahlreichen anderen Gesundheitsproblemen.

Body Mass Index Österreich

Laut den Analysen der Statistik Austria sind in Österreich 44 Prozent der Männer und 55 Prozent der Frauen normalgewichtig. Mehr als die Hälfte der männlichen Bevölkerung ist als übergewichtig (43%) oder als adipös, also fettleibig (12%) zu bezeichnen. Bei den Frauen sind etwas weniger übergewichtig (29%), der Anteil adipöser Frauen ist jedoch geringfügig größer (13%) als bei den Männern.

(APA/AFP/Red.)

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