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Riechstoff: Blick(e) zurück

09.02.2017 | 09:36 |  von Daniel Kalt (Die Presse - Schaufenster)

Wer Anfang der Neunziger schon ein parfümierbares Alter erreicht hatte, wird sich an die Lancierung von „CK one“ erinnern.

Bild: (c) Beigestellt 

Eine coole, slicke Kampagne, fotografiert von Steven Meisel. Sinnlich-selbstbewusste Testimonials à la Kate Moss. Und natürlich ein moderner, leichter Duft für Männer und Frauen, der eine neue Unisex-Welle einläutete. Um es kurz zu machen: Was mit „CK one“ gelang, ist der Traum jedes Parfummarketingspezialisten, nur lässt sich der Erfolg leider nicht x-beliebig wiederholen (oder prognostizieren).

23 Jahre nach der Lancierung und auch mit großem Respektabstand zu „CK be“ (lanciert 1996) kommt nun mit „CK all“ ein enger Verwandter heraus: Dasselbe Parfumeursduo, Alberto Morillas und Harry Fremont, zeichnet verantwortlich, die große Nähe zu „CK one“ wird auch olfaktorisch aufgegriffen. Angesichts des anhaltenden Nineties-Revivals und des Interesses, das kurz vor der Designpremiere von Raf Simons als Calvin-Klein-Kreativchef für die Marke herrscht, könnte es gut sein, dass „CK all“ einen gelungeneren Auftritt hinlegt als der im letzten Jahr etwas stiefkindlich aufgenommene Duft „CK2“.

Zehn Jahre, nachdem Sophia Grojsman ihn in Kooperation mit Editions de parfums Frédéric Malle exklusiv für Barneys New York kreierte, müssen Fans für Vorratsanlegung des charakterstarken und unverkennbaren Dufts „Outrageous“ nun nicht mehr über den großen Teich fliegen. Die Lancierung des Parfums in Europa ist somit zugleich ein Statement in puncto Nachhaltigkeit. Merci, Monsieur ­Malle!

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