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Nana testet: Floaten

13.06.2014 | 12:38 |  von Nana Steiner (Die Presse - Schaufenster)

Für Regeneration, Tiefenentspannung, eine Verbesserung des Hautbildes und manchmal sogar Euphorie soll das Schweben im körperwarmen Solebad sorgen.

 

Ich begebe mich in den sechsten Bezirk in die Time Out „Residenz" einem Familienunternehmen bestehend aus dem Time Out City Hotel Vienna, einem Café und dem Time Out Spa von Doris Kleveta.

Ich betrete das familiäre Ambiente und werde auch schon von Chefin Frau Kleveta empfangen und in den großzügigen Spabereich geführt. Sie zeigt mir den, von allen äußeren Reizen befreiten Floatingbereich und das zum Glück offene Becken (da ich leicht klaustrophobisch bin). Dann beginnt sie das Becken mit etwa 34,5 Grad warmen Salzwasser zu befüllen. Diese Temperatur entspricht der natürlichen Außentemperatur der Haut wodurch man während des Badens weder Kälte noch Wärme empfinden soll. In dieser reizarmen Umgebung sollen sich Körper und Geist weder mit der Regulierung der Temperatur, Bildern oder Geräuschen beschäftigen, sondern sich ganz der Entspannung hingeben.

Während sich das große Becken, das man übrigens auch zu zweit belegen kann, mit etwa 900 Liter Salzwasser füllt (das Bad wird für jeden Gast frisch eingelassen), kann ich es kaum erwarten mich in die Fluten zu stürzen, beziehungsweise mich ruhig ins Wasser zu legen und wie mir Frau Kleveta rät, an nichts zu denken. In einer Stunde kommt sie mich dann hohlen. Na hoffentlich wird mir da nicht langweilig!

Ich steige in das Becken, lege mich hin, schließe die Augen und beginne zu schweben. Ich habe das Gefühl davon zu treiben, öffne die Augen, befinde mich aber noch an Ort und Stelle. Beruhigt schließe ich wieder die Augen. Das mit den Gedanken fällt mir schwer aber ich versuche sie beiseite zu schieben. Ein Gefühl von Ruhe und Gelassenheit überkommt mich.

Übrigens wurde der erste Floating Tank bereits 1956 vom amerikanischen Neurophysiologen Dr. John C. Lilly gebaut. Er stellte fest, dass im Gehirn ohne Sinneswahrnehmung Frequenzbereiche aktiviert werden, die sonst nur während des Schlafes oder in tiefen meditativen Zuständen vorkommen. Verstärkt wird dieser Zustand durch die Befreiung des Körpers von der Gravitation.

Und während ich mich irgendwo zwischen Wachen und Träumen befinde, klopft es auch schon an der Tür. Die Stunde ist um. Wahnsinn, irgendwie habe ich völlig das Zeitgefühl verloren. Ich steige aus der Wanne und fühle mich sehr entspannt und auch ein bisschen müde. Frau Kleveta erklärt mir, dass sich vorhandene Zustände während des Floatens verstärken und versichert mir, dass ich heute gut schlafen werde. Und sie soll Recht behalten.

Äußerst gut gelaunt verlasse ich das Time Out Spa. Fast zu gut, denn mein Freund ist von meiner überdreht Stimmung leicht genervt, kein Wunder bei seinem Stress. Das nächste Mal muss er mitkommen!

Ich freue mich schon darauf meinen nächsten Test durchzuführen und Sie können hier dann wie immer fast hautnah dabei sein.

 

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