Artikel drucken Artikel versenden Artikel kommentieren

Die Gast-Vorkocherin: Osterpinze

22.03.2016 | 15:19 |  von Sabine Hottowy (Die Presse - Schaufenster)

Sie ist der Panettone des Frühlings und braucht nicht mehr als ein paar Zutaten, kräftige Finger und eine Schere.

Osterpinze / Bild: Sabine Hottowy 

Ihren Ursprung hat die Osterpinze eigentlich im Veneto und Friaul, dort wird sie schon zu Weihnachten gegessen. Aus Italien ist auch der Name angereist, "pinza" heißt auf Deutsch Zange oder Hummerschere. Das ist ein versteckter Hinweis, wie die Osterjause zu ihrem Look kommt. Die Teigkugel wird viermal eingeschnitten, bevor sie in den Ofen wandert. Wer zufällig keine Hummerschere zur Hand hat (auch wer eine hat), greift (trotzdem) zur Haushaltsschere. Das angestrebte Ergebnis ist - passend zum höchsten Fest im Kirchenjahr - ein Kreuz. 

Zutaten:

  • 1000 Gramm glattes Mehl
  • 260 Gramm Kristallzucker
  • 220 Gramm Butter
  • 8 Eigelb + 1 Vollei
  • 30 Gramm Germ
  • 250 Gramm Milch
  • 150 Gramm Weißwein
  • 40 Gramm Rum
  • 5 Gramm Salz
  • Halbe Vanilleschote
  • Mandelblättchen

Aus diesen Zutaten bekommt man entweder drei kleine oder zwei ausgewachsene Pinzen. Man geht wie folgt vor: Zuerst erwärmt und verrührt man Butter, Milch, Zucker und Eidotter in einer Schüssel über dem Herd bis alle Bestandteile geschmolzen und miteinander verbunden sind. Dann kommen Vanille und Salz, Wein und Rum dazu. Bevor man den Germ beimengt, sollte man sicher gehen, dass die Masse weniger als 40 Grad hat. Zum Abschluss das Mehl einrühren und - wer keine Küchenmaschine hat - einfach mit der Hand fertig kneten.

Es folgt die erste Ruhephase: bei Zimmertemperatur, zugedeckt, ca. 30 Minuten. Danach teilt man die Masse in die gewünschten Portionen, formt Kugeln, bestreicht sie mit Vollei und schneidet vier Zipfel ein. Diese Portionen lässt man noch einmal 15 Minuten ruhen. Währenddessen heizt das Backrohr vor.  Nach der zweiten Ruhephase sind die Pinzen bereit für den Ofen: ca. 15 Minuten auf 180 Grad, danach schnell noch einmal mit Ei bestreichen und die Mandelblättchen verteilen und weitere 10 Minuten backen. Fertig.

Weitere Rezepte finden Sie unter: schaufenster.diepresse.com

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Artikel drucken Artikel versenden Artikel kommentieren Facebook Twitter Pinterest
Meistgelesen

    Mehr zum Thema:

    Als Gast kommentieren

    ...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)

    *... Pflichtfelder

    Sicherheitscode

    >>>
    Schwer lesbar? Neuen Code generieren

    Verbleibende Zeichen

    Lesen Sie mehr

    • On Market: Simon Xie Hong von Mitarbeitern abgesetzt

      Der bekannte Wiener Gastronom Simon Xie Hong wurde von seinen Mitarbeitern und Mitgesellschaftern des On Markets abgesetzt. Er distanziert sich nun öffentlich von dem Lokal.
    • ChocoMe: Ein gutes Händchen

      Gábor Mészáros gewinnt mit seinen Kreationen regelmäßig internationale Preise. Ein Besuch in der Schokoladenmanufaktur von ChocoMe in Budapest.
    • Testessen: Schualhus

      Preziosen von Weltformat am Arlberg