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CreativeClass Gols: Die Rennersistas

24.05.2016 | 14:48 |   (Die Presse - Schaufenster)

Die Rennersistas, das sind die Neo-Winzerinnen Susanne und Stefanie Renner. Sie kennen sich mit Mode und Abwasser genauso aus wie mit Wein. "Zu feiern gibt's immer was."

 

Zwei Schwestern, zwei Wege, ein Weingut: von Mode (unter anderem Mühlbauer und Schella Kann) und Wasserwirtschaft zum Petillant Naturel "in a hell mood". Susanne und Stefanie Renner, Töchter des Pannobile-Winzers Helmuth Renner aus Gols, sind nach Jahren in der Modebranche beziehungsweise Beschäftigung mit technischer Mathematik und Wasserwirtschaft Winzerinnen geworden: die Rennersistas. Über drei Jahre haben sich die Schwestern eine Wohnung geteilt. "Man kann wohl sagen, Rennersistas was born in 1040 Wien", sagt Susanne Renner, die modebeflissene Rennersista. "Zum Glück haben wir auch viel Wein gekostet - das hat uns unter anderem auf unseren jetzigen Weg gebracht, und wir wussten bald, dass wir in die Fußstapfen unserer Eltern steigen wollen. Es war uns auch von Anfang an klar, dass wir zusätzlich zu unserem Weingut ein eigenes Projekt starten werden, welches nur unsere Handschrift trägt - da bin ich bis heute begeistert, dass uns unsere Eltern einfach machen ließen und uns voll ernst nehmen." Wie denn auch nicht, wo doch Stefanie, die naturwissenschaftliche Rennersista, neben der Mitarbeit im elterlichen Betrieb verschiedene Weinlesen im Ausland mitgemacht hat: "Alles Biowinzer und Naturweinproduzenten. Südfrankreich, Südafrika, Südaustralien." Etwa bei keinem geringenen als dem legendären Naturweingut Matassa, darf man, die sistaliche Bescheidenheit ignorieren, ergänzen.

 

Welchen Wein trinkt ihr, um zu feiern? Und was gibt es bei euch so zu feiern?

Susanne: Wir sind viel unterwegs und kosten ständig spannende Weine aus der ganzen Welt, die wir auch fürs Feiern verwenden. Danach kommt immer Gin Tonic. Und wenn wir nicht Weihnachten oder Ostern feiern, begießen wir einfach das Leben.
Stefanie: Am liebsten guten, ehrlichen, so weit wie möglich naturbelassenen Wein. Weil man das schmeckt und weil der einen vor allem in guter Gesellschaft mit jedem Schluck glücklicher macht. Zu feiern gibt es fast immer etwas und wenn es mal doch nichts gibt, dann zumindest, dass es so guten Wein gibt. 

Wie hätten die Rennersistas geheißen, wenn es Bruder und Schwester wäre?

Susanne: Ha, das fragen wir uns auch ständig, habe mir aber nie ernsthaft den Kopf darüber zerbrochen. Wir haben übrigens noch einen tollen jüngeren Bro.
Stefanie: Gute Frage. Rennersiblings? Und auch wenn ich der Bruder wäre, dann vielleicht trotzdem Rennersistas.

Welche Adressen in Österreich darf man nicht versäumen?

Susanne: Wien als ganzes, war doch einige Jahre unsere Heimat, und der vierte Bezirk rund um die Margaretenstraße hat vieles zu bieten - never boring. Ich mag heimische Labels, vor allem das meines ehemaligen Arbeitsgebers Schella Kann oder unserer Freunde Natures of Conflict.
Stefanie: Schön ist es, dass es in Österreich auch in der Natur so wunderbare Plätze gibt - ich schätze es auch sehr, dass wir hier am See leben dürfen. Das ist eine unglaubliche Bereicherung für uns und deshalb schätzen wir ja auch unsere Berufswahl so sehr. Die Mode überlasse ich lieber meiner Schwester, sie ist auch meine größte Stilberaterin. 

Die Rennersistas sind bei der Verkostung "Weine ohne Maulkorb" im Salonplafond zu Gast: 3.6.16, 14-18 Uhr.

www.rennerundsistas.at

Weine auf Anfrage bei Weinskandal, blumen-thell, weinwerk-burgenland, wir2liebenwein und newcomerwines.

(abu)

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