Wenn das Wiener Rathaus demnächst seine lang geplante Urbanitätsprüfung für Zuagraste einführt, werden drei Aufgaben nicht fehlen: Sprechen Sie Tschurtschkhela dreimal hintereinander richtig aus. Fügen Sie im Wort Khatschapuri den Apostroph an der richtigen Stelle ein. Was ist Muraba? A) eine Marmelade, B) ein Wodka, C) ein ägyptischer Pensionist. Geschafft? Glückwunsch, Sie sind hiermit befugt, neben dem hippen Madiani auf dem Karmelitermarkt auch das andere georgische Lokal Wiens zu besuchen (bitte von Leserbriefen abzusehen, das Ansari findet sich selbst nicht rein georgisch). Und wenn in einem karmelitermarktanalogen Viertel bald ein tadschikisches Lokal aufmacht, wird dessen Küche in fünf Jahren abgefragt.
Das Satrapezo hieß vor Kurzem noch Makones, baute bald nach Eröffnung wieder um und meldet sich nun eben als Satrapezo zurück. Hell/dunkel-Kontraste prägen Einrichtung und Service. Der überaus freundliche Kellner serviert mit weißen Handschuhen ein Viertel Wein im randvollen Achtelglas. Das erste Bier braucht ewig, die erbetene Weißweinbeschreibung kommt dafür prompt: „Der kann was.“ Für die Bestellung sollte man sich Zeit nehmen, es gilt schließlich, Wörter wie „Adjapsandali“ zu memorieren, um in der Konversation mit zuagrasten Szenophilen bestehen zu können. Der Vorspeisenteller für zwei besteht aus Gupfen von Nuss-Kräuter-Spinat, Schmorgemüse oder Rote-Rüben-Salat sowie


















