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Massimo Bottura: Gucci und Gaumenfreuden

24.03.2017 | 13:06 |  Daniel Kalt (Die Presse - Schaufenster)

Der beste Chef der Welt stattete einem Modecocktail in Wien einen Besuch ab und reichte eigenhändig seine legendären Burger.

Bild: imago/ZUMA Press (imago stock&people) 

Gourmet-Genüsse auf allerhöchstem Niveau, garniert mit einer Stippvisite des weltbesten Chefs, erfreuten gestern eine handverlesene Gästeschar im Gucci-Store auf dem Wiener Kohlmarkt: Massimo Bottura, mit seiner Osteria Francescana in Modena zuletzt an die Spitze der "World's 50 Best Restaurants" gewählt, hält sich derzeit in Wien auf und stattete der Veranstaltung, für deren Catering er zuständig war, einen Besuch ab.

"Alessandro Michele hat es geschafft, mit seiner Mode für Gucci etwas Unverwechselbares zu kreieren, und das ist genau, was die Menschen sich heute erwarten", sagte Bottura dem "Schaufenster" während der Veranstaltung. Er ist Catering-Partner bei allen wichtigen Gucci-Events und trat in der Vergangenheit wiederholt als Gucci-Testimonial auf, arbeitet etwa auch mit Maserati zusammen, "weil ich an italienische Unternehmen auf Spitzenniveau glaube".

Jürgen Hammerschmid Massimo Bottura erklärt "Schaufenster"-Chefredakteur Daniel Kalt seine Vorstellungen von zeitgemäßer Küche - bei Emilia-Burger.Massimo Bottura erklärt "Schaufenster"-Chefredakteur Daniel Kalt seine Vorstellungen von zeitgemäßer Küche - bei Emilia-Burger. / Bild: Jürgen Hammerschmid 

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Bei der Veranstaltung wurden eigens eingeflogene Miniaturversionen des von Bottura kreierten "Emilia Burgers" gereicht (ein Burger mit Salsa Verde und Balsamico-Mayonnaise). "Wenn ich für Gucci koche, wollen alle zu den Dîners kommen", sagte Bottura lachend. Das wichtigste in einer zeitgemäßen Küche, so Bottura: "Dev'essere sana e buona" - gesund und gut müsse sie sein. Und mit aktualisierten Versionen von Altbekanntem aufwarten. 

Er nannte etwa seine Interpretation der klassischen italienischen Lasagne als einen der Kernpunkte in seinem Kochverständnis: "Als Kinder wollten wir alle immer nur die knusprige Randschicht essen, der Rest, die unteren Schichten, das war für die Erwachsenen. Diese knusprige Lasagna ist, wenn Sie so wollen, für mich wie die Madeleine von Proust." Wie seine Rekonstruktion dieses knackigen Schlüsselerlebnis aussieht, sieht man etwa in einem Video, das er in Kooperation mit den "New York Times" aufgenommen hat:

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