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Im Keller: Tridendron

16.03.2017 | 11:20 |  von Gerhard Hofer (Die Presse - Schaufenster)

Alles in allem ein spannender Wein.

Bild: (c) Beigestellt 

Jetzt habe ich vor einger Zeit wieder einmal einen Wein von Ernst Triebaumer aus Rust am Neusiedlersee getrunken. Tridendron 2014. Während meines Skiurlaubs in Tirol, entpannte Atmosphäre, und es durfte gern ein Flascherl mehr sein. Die Rotweincuvée trinkt sich nicht nur gut zum Essen, sie schmeckt auch in der Nachspielzeit. Der Merlot sorgt fürs lockere, runde Trinkvergnügen, Cabernet Sauvignon und Blaufränkisch tragen zur Finesse bei. Alles in allem ein spannender Wein also. Jetzt habe ich natürlich ein bisschen herumgesurft im Internet und auf der Website der Triebaumers folgenden Satz über den Tridendron gefunden: „Für Neueinsteiger in unser Geschmacksuniversium bestens geeignet.“ Solchen Schwachsinn liest man immer wieder, vermutlich hab ich ihn früher auch verzapft. Den Schwachsinn über sogenannte Einsteigerweine. Klingt wie Einstiegsdroge. Soll heißen: Du musst also erst den Tridendron trinken, bevor du den Blaufränkisch Ried Mariental verstehst. Dabei gibt‘s da nichts zu verstehen. Gute Weine sind gut, weil sie gut sind. Punkt. Ich plädiere hiermit für ein Verbot von Einstiegsweinen.

Ernst Triebaumer, Tridendron 2014, kostet 15 Euro bei www.wagners-weinshop.com

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