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Im Keller: Rubin Carnuntum 2016

10.11.2017 | 12:57 |  Gerhard Hofer (Die Presse - Schaufenster)

Zweigelt.

Bild: (c) Beigestellt 

Vor Kurzem hat mich jemand gefragt, ob ich einen guten Zweigelt kenne. Ich hab dann zwar ein paar meiner Favoriten genannt, gleichzeitig bin ich aber etwas zusammengezuckt. Der Zweigelt - so scheint mir  - ist zumindest von uns Weinfuzzis in letzter Zeit fast schon ignoriert worden. Kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt über einen Zweigelt gelesen habe. Victoria Gottschuly ist das übrigens auch schon aufgefallen. Die junge Winzerin aus Höflein nimmt‘s aber gelassen. „Der Zweigelt ist unsere wichtigste Rebsorte.“ Ein Dauerbrenner quasi. So wie der Rubin Carnuntum. Den gibt es seit mittlerweile 25 Jahren. Seit einigen Jahren ist nur noch Zweigelt im Rubin Carnuntum erlaubt  - und das ist gut so. Der 2016er aus dem Hause Gottschuly-Grassl ist ein klassischer „Allrounder“, wie die Winzerin meint. Nicht zu schwer, nicht zu viel Holz, mehr Frucht und Spaß. Wie es sich für einen Zweigelt gehört. Der Wein war zehn Monate im gebrauchten Barrique. Trinkt sich schon sehr harmonisch, und natürlich darf das klassische Kirscharoma nicht fehlen. Passt zum Rindsbraten genauso wie zur Pasta oder zur kalten Platte.

Weingut Gottschuly-Grassl, Rubin Carnuntum 2016, 12 Euro bei www.abothek.at

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