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Im Keller: Braitenpuechtorff 2017

19.02.2018 | 14:26 |  Gerhard Hofer (Die Presse - Schaufenster)

Rebsortenmuseum.

Bild: (c) Beigestellt 

Der Name für ihren ­Gemischten Satz ist eine Zumutung. Ingrid ­Groiss weiß das auch. „Es ist der schlechteste Weinname der Welt“, gesteht sie. „Braiten­puechtorff“, so nennt die Weinviertler Winzerin den Gemischten Satz. Die Trauben kommen aus Weingärten in Breitenwaida, Puch und Fahndorf. Und wenn man die drei Dorfnamen ebenfalls vermischt und die alte Schreibweise verwendet, kommt „Braiten­puechtorff“ heraus. Er trinkt sich wesentlich leichter und harmonischer, als er heißt. Würzig, fruchtig, knackig. „Das ist mein Rebsortenmuseum“, sagt Groiss. In ihrem Gemischten Satz stecken nämlich 17 Rebsorten. „Zum Glück hat die Oma den Weingarten nicht rausg‘schmissen“, so Groiss. Dank ihrer weisen Großmutter hat sie heute bis zu 60 Jahre alte Rebstöcke und eine Sortenvielfalt, die ihresgleichen sucht. Die alten Reben haben auch den trockenen Sommer gut verdaut. Weil Bewässerung gibt es bei Groiss nicht. „Meine Reben werden nicht verhätschelt, die müssen mit den Wurzen tiefer runter.“ Das wäre schließlich viel zu einfach für einen Wein, der „Braitenpuechtorff“ heißt.

Ingrid Groiss, Gemischter Satz „Braitenpuechtorff 2017“, 10,90 Euro bei Wagners Weinshop.

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