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Im Keller: "Grüner Veltliner Hengstberg"

09.04.2018 | 10:20 |  Gerhard Hofer (Die Presse - Schaufenster)

Winzer Toni Söllner macht am Wagram sein Ding, biodynamisch und akribisch.

"Grüner Veltliner Hengstberg" / Bild: Carolina Frank 

Toni Söllner steht im Gemüsebeet, greift aber dennoch zum Handy. "Was gibt es Neues in Gösing?", frage ich. "Was soll es in Gösing Neues geben?", antwortet er und lacht. Sagen wir einmal so: Söllner zählt nicht zu den Plaudertaschen unter den Winzern. Er macht am Wagram sein Ding, biodynamisch und akribisch. Aber Showman wird aus ihm keiner mehr. Die Ausdrucksstärke überlässt er seinen Weinen. Etwa dem "Grünen Veltliner Hengstberg 2017". Ein noch etwas verhaltener Wein, der erst nach drei, vier Tagen im Kühlschrank aufmacht. Schöne Balance zwischen Säure und Frucht.

Weniger Alkohol ist mehr. Ein burgundischer Wein. "Das kommt vom Boden", sagt Söllner. Hoher Kalkgehalt. Ansonsten gibt es nicht viel Neues in Gösing. Söllner hätte gern noch ein paar Schafe mehr. Aber vorerst hat das Greißlerprojekt seiner Frau Vorrang. Gemeinsam renovieren sie die alte Dorfgreißlerei und machen daraus zwei kleine, feine Gästezimmer. Ein bisschen was tut sich eben immer bei Söllner. Auch wenn es eigentlich nichts Neues gibt.

Toni Söllner, "Grüner Veltliner Hengstberg", 11 bei www.wagners-weinshop.com

Hier finden Sie Gerhard Hofers komplette "Weinkarte".

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