Artikel drucken Artikel versenden Artikel kommentieren

CreativeClass Wien: Sophie Pollak mit We Bandits

24.11.2016 | 14:19 |   (Die Presse - Schaufenster)

Von der Pariser Couture zur Street Fashion aus Seoul: Sophie Pollak will ihren Kunden ein Faible für Mode aus Korea näherbringen.

Bild: Daniel Gebhart de Koekkoek 

Wenn Sophie Pollak von Seoul zu sprechen beginnt, gerät sie leicht ins Schwärmen: Eine "unheimliche spannende Stadt" sei die südkoreanische Metropole, und eine, in die sie sich offenbar auf Anhieb verliebt hat.

Abzusehen war diese große Affinität freilich nicht, ehe Pollak - Absolventin des Modestudiums in Wien Hetzendorf, dann Mitarbeiterin eines Pariser Couture-Ateliers - dorthin auf die Suche nach Produktionspartnern kam. "Mich hat beeindruckt, wie locker Menschen gerade in den Creative Industries miteinander umgehen, in krassem Gegensatz zu der koreanischen Leistungsgesellschaft. Vieles ist sehr unkompliziert, gerade für Kreative ist es schnell möglich, viel auszuprobieren."

beigestellt Der We Bandits Store in der Neubaugasse.Der We Bandits Store in der Neubaugasse. / Bild: beigestellt 

+ Bild vergrößern

Als Pollak dann von Paris nach Wien zurückgezogen war und sich ein Standbein im Modehandel aufzubauen begann (der erste We Bandits Store mit skandinavischer Mode eröffnete in der Theobaldgasse im 6. Bezirk), entstand bald die Idee, einen auf südkoreanische Mode spezialisierten Shop aufzumachen: Im Sommer eröffnete dieser Laden in einem Lokal in der Neubaugasse, das sich Pollak mit der Schweizer Brillenmarke Viu teilt.

"Die Koreaner sind frei von Beurteilung", sagt Pollak, die zumindest viermal im Jahr nach Seoul reist. Das ist wahrscheinlich mit ein Grund, warum unter Fashion-Insidern die Südkoreaner als noch wagemutiger und experimentierfreudiger als die ohnehin schon sehr offenen Japaner gelten.

Das Sortiment von We Bandits (vorerst wird hier nur Damenmode verkauft) speist sich aus den Kollektionen von 95 Brands und wird, wie Pollak sagt, von den Wienern gut angenommen. Auch die kompetitive Positionierung der Kollektionen im unteren Mittelpreissegment sorgt für Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Handelsketten wie COS oder Zara. 

Auf ihre Ausbildung als Modedesignerin könnte Sophie Pollak, das räumt sie ein, in der Zukunft wieder zurückkommen: "Ich kann mir vorstellen, eine kleine Kollektion für den Shop zu machen oder mit einem der koreanischen Designer zusammenzuarbeiten. An eine eigene Kollektion denke ich aber nicht vor Ende 2017". Bis dahin möchte sie sich darauf konzentrieren, die von ihr vertretenen Marken bekannter zu machen und mit einem Storytelling-Kommunikationsansatz ihren Kunden näherzubringen.

We Bandits, Neubaugasse 36, 1070 Wien.

 

(dk)

 

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Artikel drucken Artikel versenden Artikel kommentieren Facebook Twitter Pinterest

Mehr zum Thema:

Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode

>>>
Schwer lesbar? Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

Lesen Sie mehr