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Kanye West schickt Model im Hidschab auf New Yorker Laufsteg

16.02.2017 | 10:34 |   (Die Presse - Schaufenster)

Die 19-jährige Halima Aden erregte im Vorjahr bei einer Schönheitskonkurrenz Aufmerksamkeit.

Bild: Instagram/@kinglimaa 

Der US-Rapper und Modedesigner Kanye West hat bei der New Yorker Modewoche ein Model im Hidschab auf den Laufsteg geschickt. Die 19-jährige Halima Aden, ein US-Model mit somalischen Wurzeln, schritt am Mittwochabend bei Wests Show in Manhattan verschleiert über den Catwalk. "Vogue"-Chefin Anna Wintour und Wests Ehefrau Kim Kardashian saßen im Publikum.

Schönheitskönigin mit Kopftuch

Der Künstler hatte erst im Dezember Kritik für sein Treffen mit dem jetzigen US-Präsidenten Donald Trump einstecken müssen, der ein hartes Vorgehen gegen muslimische Einwanderer angekündigt hatte. Nun holte er eine solche Immigrantin auf den Laufsteg: Die Muslima Aden wurde in einem kenianischen Flüchtlingscamp geboren und besitzt mittlerweile die US-Staatsbürgerschaft. Im vergangenen Jahr hatte sie schon mit ihrer Teilnahme als erste Frau im Hidschab bei einem Schönheitswettbewerb in Minnesota Aufsehen erregt.

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Ein Beitrag geteilt von Halima Aden (@kinglimaa) am

Die Modezeitschrift "Vogue" schrieb, Aden habe mit ihrem Auftritt eine "bedeutsame Debatte" über muslimische Frauen bei der Fashion Week angestoßen. Das Model selbst sagte dem Magazin, es sei noch immer eine Herausforderung, geeignete Mode zu finden. Sie wolle aber eine "Botschaft an muslimische Frauen und junge Frauen senden, dass es in Ordnung ist, Stereotype zu durchbrechen und man selbst zu sein".

Foto- und Filmverbot

West hatte seine Modelinie vor zwei Jahren begonnen. Der 39-Jährige kooperiert unter anderem mit Adidas, auch die Show vom Mittwoch zeigte Kleidung mit sportlichem Touch. In der vergangenen Saison hatte West bei einer Modenschau in New York ein Fiasko erlebt: Ein Model brach bei der Vorstellung seiner Kollektion wegen großer Hitze zusammen. Deshalb verzichtete der Designer diesmal auf eine Liveübertragung seiner Show. Die Zuschauer durften auch keine Fotos oder Videos aufnehmen, aber einige Bilder schafften es dennoch in die sozialen Netzwerke.

(APA/AFP)

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