Artikel drucken Artikel versenden Artikel kommentieren

„Nicht aus dem Kleiderschrank-Fundus“

19.04.2017 | 16:13 |  von Christina Lechner (Die Presse - Schaufenster)

Ein Aushängeschild für österreichische Designer: Der Pop-up-Store „Ordinary House“ im Designer Outlet Parndorf.

Möbelkollektion. Die Shop-Einrichtung wurde von Interio gestaltet. / Bild: (c) Klaus Fritsch  

Österreichisches Design tritt ab Mitte April für drei Monate im burgenländischen Parndorf in den Fokus. Genauer gesagt, im Outletcenter, das eigentlich eher für internationale Designmarken und verminderte Preise bekannt ist. Lokaler geht es jetzt mit dem Pop-up-Store „Ordinary House“ zu, der bereits 2012 ebendort seine Zelte aufschlug und jetzt neu aufgelegt wurde. Idee und Konzept kam damals wie heute von der Agentur Brand Unit.

Repräsentativ und vergünstigt. Arnold Haas, Designer des Labels Wubet, hat die Auswahl an Mode, Accessoires und Designprodukten kuratiert. „Mir lag sehr viel dran, dass die Mode der Designer, die gezeigt wird, ein schönes Bild ergibt. Es soll nicht aus dem Kleiderschrank-Fundus sein“, erklärt er. Mehr als ein Monat hat er intensiv daran gearbeitet, wichtige Vertreter der heimischen Modeszene zu kontaktieren und in Atelierbesuchen die Ware auszusuchen. Der Preis war hier natürlich auch ein wichtiger Punkt. „Es handelt sich um vergangene Kollektionen, die vergünstigt angeboten werden können. Das ist das Um und Auf“, weiß Haas über die Erwartungen der Kunden Bescheid. Auf 150 Quadratmetern wird es Stücke von über 35 Designern zu kaufen geben. Darunter etwa Mode von Brandmair, Petar Petrov, Taschen von Eva Blut und Kosmetik von der Saint Charles Apotheke. Zusätzlich wird die Modeplattform AFA eine Auswahl an neuen Modedesignern präsentieren und Lilli Hollein, Kuratorin und Direktorin der Vienna Design Week, stellt österreichische Produktdesigner vor.

(c) Klaus Fritsch  / Bild: (c) Klaus Fritsch  

+ Bild vergrößern


Die Reaktion auf den Outlet-Store war fast durchwegs positiv. „Viele wollten mitmachen, weil man ja auch eine ganz andere Sichtbarkeit hat als in einem Shop im 7.Bezirk“, meint Haas. Die Besucherfrequenz wird im Designer Outlet eine ganz andere sein. Haas wird auch als Shop-Manager fungieren und stellt sich auf stressige drei Monate ein. Inwiefern er den Kunden österreichische Designer näherbringen wird – „an und für sich mache ich das ja sehr gerne, weil ich die Produkte so gut kenne“ –, macht er aber von der Kundenfrequenz abhängig. „Es wird eine neue Herausforderung für mich. Ich habe ohne viel Überlegung zugesagt, weil mir wirklich sehr viel daran liegt.“

Interio-Interieur. Viele Überlegungen flossen ins Shopdesign von Architektin Claudia Cavallar, das in Zusammenarbeit mit Interio entstanden ist. Sechs österreichische Designer und Hersteller haben mit der Möbelkette eine Kollektion, bestehend aus Sofas, Tischen und Schränken hergestellt. Diese sollen die vielen Produkte – von Bikini und Halskette über Fliegenklatschen und Flaschenöffner bis hin zur Hutbürste – besonders gut zur Geltung bringen.

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Artikel drucken Artikel versenden Artikel kommentieren Facebook Twitter Pinterest
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode

>>>
Schwer lesbar? Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

Lesen Sie mehr

  • Pariser Modewoche: Kontrastprogramm

    Eskapismus, Feminismus und Retro-Fantasien. Pariser Modeschauen im Überblick.
  • Krawatten: Neu verknotet

    Krawatten sind längst kein Muss mehr. Vielleicht sind sie gerade deswegen nicht nur auf den Laufstegen wieder so oft zu sehen.
  • Gucci verbannt Pelz aus dem Sortiment

    Die neue Regelung gilt ab der kommenden Frühjahrskollektion. Alte Gucci-Pelze sollen versteigert werden und einer Tierschutzorganisationen zugutekommen.