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Südindien: Paradies für Vegetarier

Anna Burghardt (Die Presse - Schaufenster)

Schwelgen in Südindien: mit Amchur, Parotta, Masoor, Denli. Was das ist, zeigt nun ein prachtvoller Bildband.

Südindien ist das Ursprungsland der Gurke. Und das Land der Gewürze. / Bild: (c) Michael Langoth 

Das Land mit dem weltweit geringsten Fleischverbrauch: Indien. Selbst jene Inder, die an sich Fleisch essen, tun das nur in sehr geringem Ausmaß. Der Verzicht hat religiöse und finanzielle Gründe. Die Folge: Die Vielfalt an vegetarischen Rezepten und Gemüsesorten sucht ihresgleichen. Zwar ist so manches Gemüse auch bei uns schon zu haben, etwa die Bittergurke in asiatischen Lebensmittelgeschäften was man allerdings vor Ort noch entdecken kann, sprengt jede Vorstellungskraft. Diese Erfahrung hat der österreichische Fotograf Michael Langoth gemacht, der gemeinsam mit seinen Töchtern Laura und Sarah das tropische Südindien bereist hat und die Eindrücke im Bildband "Spirit & Spice" festhält.

(c) Michael Langoth (c) Michael Langoth


Die Menschen, die die Langoths in den südlichen Bundesstaaten wie Karnataka, Goa oder Kerala kennenlernten, ließen sie in Privatküchen sowie hinter die Kulissen von Straßenküchen und Marktständen. Die Aufbruchsstimmung und die neue Offenheit im Land zeigt sich auch kulinarisch: Nicht nur Speisen, die aus Nordindien stammen, sondern auch solche aus China sind längst in die Alltagskultur integriert. "Spirit & Spice" liefert Einblicke in die Landwirtschaft Südindiens, in das Straßenleben, in spirituelle Welten und, natürlich, kulinarische. Gewürze und Gemüse werden ebenso vorgestellt wie Rezepte: etwa für Mandschurischen Karfiol, ein Gericht mit chinesischen Wurzeln, oder Rabdi Kulfi, ein Eis aus Milch mit Kardamom.

(c) Michael Langoth (c) Michael Langoth

Farbenflut.
Michael Langoth: "Spirit & Spice. Südindische Kochkulturen", Edition Styria, 242 Seiten, 45 Euro.

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