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Insidertipp: Singita

 (Die Presse - Schaufenster)

Singita heißt übersetzt so viel wie „Ort der Wunder“. Die vom Südafrikaner Luke Bailes gegründete SingitaLebombo Luxuslodge genießt den Ruf, zu den Top-Safari-Destinationen Afrikas zu gehören – insgesamt gehören neun Lodges in in Südafrika, Tansania und Simbabwe zur Singita Gruppe. Die Insiderei hat sich persönlich vor Ort umgesehen. Hier unsere acht sehr persönlichen Singita-Tipps

Die Insiderei hat sich daraufhin persönlich umgesehen – und einen Alternativguide zusammengestellt. Hier unsere acht sehr persönlichen Singita-Tipps:

Vorsicht vor Dieben!
Diebe im Luxusresort? Ja, gibt es. Affen “seilen” sich von den Bäumen ab und stehlen alles, was nicht niet- und nagelfest ist – Brotkörbe, Badetücher, Brillanten. Gerüchten zufolge ließ in Lebombo eine Dame unvorsichtigerweise das Fenster der Suite offen. Eine Einladung für den Affen, der einen Beutel mit wertvollem Schmuck stibitzte. Die guten Stücke blieben unauffindbar, dafür läuft jetzt im Krüger Nationalpark ein schmucker Affe herum. So ein Affentheater.

Unter freiem Himmel zu schlafen, ist unheimlich romantisch…oder?
Lebombo bietet Gästen die Möglichkeit, die Nacht unter freiem Sternenhimmel zu verbringen, am Balkon auf einem großen Sonnenlounger, der mit einem Moskitonetz versehen wird. Klingt super romantisch, ist für Großstadtmenschen aber eine echte Herausforderung. Statt der gewohnten Straßengeräusche hört man nämlich auf einmal links ein Heulen, rechts ein Brüllen, dann ein ganzes Orchester von Tierstimmen … Fazit: nur was für Tiefschläferoder Nachteulen.

Nicht nur die Natur ist eine Augenweide.
Klar bekommt man in Lebombo die “Big 5” zu sehen (Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe, Leopard). Noch viel interessanter zu beobachten ist jedoch eine etwas andere Spezies – der attraktive Safari-Guide. Weibliche (und manche männlichen) Gäste, die in Lebombo absteigen, sollten demnach unbedingt nach James Suter fragen – der junge Mann aus Kapstadt ist nicht nur ungeheuer charmant und sachkundig, sondern sieht dazu auch noch aus, als ob er gerade einem Abercrombie & Fitch-Werbeplakat entstiegen wäre. Ein richtiges Prachtexemplar des Homo Sapiens sozusagen.

Ein “Pop-up”-Restaurant der etwas anderen Art
In Trendsetter-Städten wie London ist das Restaurant-Pop-up-Konzept mittlerweile gang und gäbe – aber die Ebony Lodge setzt dem Ganzen noch eins drauf. Dort wird man nach der Abendfahrt ganz geheimnisvoll in einem Impromptu-Freiluftrestaurant abgesetzt, das sich, von hunderten Kerzen erleuchtet, als Singitas private Flugzeuglandebahn entpuppt. Am Heathrow Flughafen in London würde so etwas wohl schlecht funktionieren.

Lebombo Lodge ist nur eine Fata Morgana.
Das Grundstück, auf dem Lebombo steht, ist im Gegensatz zu Sabi Sands nicht im Privatbesitz Singitas, sondern nur ausgeliehen. Verpachter ist der Krüger Nationalpark, der das Grundstück netterweise für 20 Jahre an Singita vermietet hat – unter einer Bedingung: Sollte der Vertrag 2024 nicht verlängert werden, so muss die Lodge innerhalb kürzester Zeit abbaubar sein. Demzufolge wurde Lebombo soweit möglich im Einklang mit der Natur gebaut, auf Stelzen und im Stil eines Adlernestes. Das Resultat? Modernstes Ökodesign und ein Resort, das angeblich in nur zwei Wochen verschwinden kann, ohne jegliche Spuren zu hinterlassen. Wie eine Fata Morgana.

Singita hat Talent.
Jedes Jahr bewerben sich hunderte von jungen Kochtalenten aus den benachbarten Dörfern um einen Platz in der Singita „School of Cooking“ im Krüger Nationalpark. Nur 5 bis 10 werden aufgenommen – und dann wird gekocht, was das Zeug hält. Erfolgreiche Kochlehrlinge werden danach von den Singita Lodges aufgeschnappt, wo, außer Kochen, oft auch noch andere Talente zum Vorschein kommen: Viele Mitarbeiter nehmen an den Gumboot (eine Art afrikanischer Schuhplattler) oder Gesangseinlagen während der wöchentlichen Bush Dinner teil. Und das mit einem unwiderstehlich fröhlichen, ansteckenden Lachen im Gesicht.

Das Motto des „Mountain Pride“-Löwenrudels – zusammen sind wir stärker.
Die vier männlichen Löwen des Lebombo “Mountain Pride”-Rudels sind ganz schön clever – anstatt wie andere Lion Kings um die Herrschaft zu rangeln, haben sie sich zusammengeschlossen, um die weiblichen Mitglieder und Jungtiere zu beschützen. Innerhalb weniger Jahre wuchs dadurch das Rudel von einer Handvoll Löwen zu einer Großfamilie von 26 Mitgliedern heran. Das macht nicht nur stark (eine ausgewachsene Giraffe zu erledigen, ist für die Gruppe kinderleicht), sondern auch berühmt – vor Kurzem war National Geographic zu Besuch, um die berühmten Vierbeiner für eine Doku schön in Szene zu setzen.  Bitte einmal Mähne schütteln und Richtung Kamera lächeln …

Campingplatz für Luxustiger
Wem der extreme Komfort der Singita Lodges zu viel ist, der hat jetzt in Tansania die Möglichkeit, Indiana Jones der Steppe zu werden: mit Singitas brandneuen mobilen „Explore“ Camps. CEO Luke Bailes meint, dass mit diesen Camps die „rauhe Authentizität“ des Safari-Urlaubs zurückgeholt wird – dank Designschlafzelt, privatem Koch und diversem Servicepersonal wird die Safaritour dann aber doch nicht ganz so rauh ausfallen. Man könnte das Ganze vielleicht „reduzierten Luxus“ nennen, ein Trend der momentan großen Anklang zu finden scheint.

Singita Lebombo Lodge

Private Concession | Eastern South Central, Krüger Nationalpark 1350, Südafrika

Website: www.singita.com

Quelle:www.insiderei.com

 

 


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