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Insidertipp: Ein Skigebiet ganz grün

 (Die Presse - Schaufenster)

Ja, es klingt eigenartig, wenn ein Schigebiet als “grünster” Ort ausgezeichnet wird. Ein Widerspruch? Nein. Aspen in Colorado ist der Beweis, dass "grün" und Schnee funktioniert.

Seit Jahren ist der weltbekannte Schiort durch seine Umweltinitiativen Vorreiter in Sachen Klimaschutz. Bis 2020 plant die Aspen Skiing Company CO2-neutral zu werden.

Die Vorarbeiten für ein CO2-neutrales Schigebiet wurden schon geleistet. Etwa mit der größten Solaranlage West Colorados, durch die Installation von Energie- Überwachungssystemen, dem Little Nell Eco Luxe-Programm, das durch sein Recycling- und Abfallmanagement zum Umweltschutz beiträgt, sowie umweltfreundliches Schiwachs für Gäste.

Die Aspen Skiing Company plant nun nach einer Testphase eines Wind Towers die Installation von drei Windturbinen am Cirque Hang in Snowmass, um bis zu zwei Drittel der Firmenenergie zu sparen. Zudem besitzt die Aspen Skiing Company die erste Solaranlage eines Skigebietes. Die 2,3 Kilowatt Anlage ist am Hauptsitz der Ski Patrol unterhalb der Highland Bowl installiert und generiert innerhalb eines Jahres soviel Energie, wie für ein Familienhaus innerhalb eines halben Jahres verbraucht wird.

Um Energie effizient zu nutzen, ist auch ein Kleinwasserkraftwerk im Einsatz. Die Anlage ist am Snowmass Mountain installiert und nutzt das Wasser der Speicherseen, um bis zu 150 Kilowatt, sprich Strom für 25 Haushalte, zu produzieren. Weitere dieser Micro Hydro Plants sind geplant.

Zudem generiert der Ort 75 Prozent seiner Elektrizität aus Windfarmen und der größten Photovoltaik-Anlage der Ski-Industrie. Viele Hotels sowie einige Liftanlagen werden durch Windkraft gespeist. Des Weiteren sorgt eine Art CO2-Steuer für verschärfte Bauvorschriften: Für große, neu gebaute Anwesen müssen die Besitzer in einen regionalen Fonds für erneuerbare Energien einzahlen.

70 der insgesamt 95 Schneemobile der ASC sind mit 4-Takt-Motoren ausgestattet. Diese sind nicht nur sauberer und leiser, sondern verbrauchen auch dreimal weniger Kraftstoff. Ebenfalls umweltfreundlich ist der Ansatz, keine Parkgebühren für Hybridautos in der Innenstadt zu erheben und den Einwohnern ein Car Share-Programm anzubieten, um die Anzahl der Autos in der Stadt gering zu halten. Die legendäre Halfpipe in Buttermilk wird aus Erdreich und nicht aus Kunstschnee konstruiert – 15 Millionen Liter Wasser und 15.000 Dollar Stromkosten werden dadurch jährlich gespart.

Quelle: www.insiderei.com Der Insider-Tipp Buchtipp: Green Hotels. Mehr als hundert exklusive Reiseziele für nachhaltige Erholung. Petra Percher, Robert Kropf, Verlag Christian Brandstätter. 19,90 Euro.

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