Artikel drucken Artikel versenden Artikel kommentieren

Schauplätze: „Adriana Czernin. Najm“

12.01.2017 | 13:31 |  von Johanna Hofleitner (Die Presse - Schaufenster)

Islamische Ornamente und prähistorische Archivalien sind in neuen Wiener Galerieausstellungen Ausgangspunkt für die ­Öffnung von Denkräumen.

Bild: (c) Adriana Czernin 

Joëlle Tuerlinckx ist Spezialistin für Randzonen. Um diese auszuloten, greift die Belgierin immer ­wieder auf Archivmaterialien zurück. Trigger ihrer Installation „Les Salons Paléolithiques“ bei Rosemarie Schwarzwälder ist die Kopie eines Handnegativs aus einer prähistorischen Höhle im Südwesten Frankreichs, der sie weitere Bilder, etwa eines Wanderstabs oder eines Astes, gegenüberstellt. Die bezugs- und verweisstiftende Symbolik der Hand schließt sich so mit Reflexionen über Abwesenheit, Vergangenheit und der Geschichte von Kultur und Menschheit kurz (1010 Wien, Grünangergasse 1, 14. 1.–25. 2.). Bei Martin Janda zeigt Adriana Czernin (Bild) neue großformatige Arbeiten, deren Ausgangspunkt das „Najm“ ist – ein islamisches Sternmotiv aus der Ibn-Tulun-Moschee, der ältesten und größten Moschee Kairos. In einem Staccato von Variationen untersucht sie die Expressivität, Konstruktion und Variabilität dieses Ornaments und spreizt es damit für Assoziationen und neue, individuelle Bedeutungszuweisungen auf.

Galerie Martin Janda: „Adriana Czernin. Najm“ (1010 Wien, Eschenbachgasse 11, 18. 1.–25. 2.).

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Artikel drucken Artikel versenden Artikel kommentieren Facebook Twitter Pinterest

Mehr zum Thema:

Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode

>>>
Schwer lesbar? Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

Lesen Sie mehr

  • Erwin Wurm: „Wir sind ein Pensionistenverein“

    Reisen, Migration und Gewalt sind derzeit die Themen, die den Künstler Erwin Wurm in seinen Werken beschäftigen. Was er über Migration denkt und wann er „auf die Barrikaden gehen würde“, erzählte er der „Presse am Sonntag“.
  • Weißes Haus ignoriert auf Facebook einzigen First Husband

    Online-Nutzer werfen der Trump-Administration Homophobie vor: In einem Posting erwähnte das Weiße Haus den Ehemann von Luxemburgs Premier nicht.
  • Michael Fassbender: „Nicht alles ernst nehmen!“

    Der irisch-deutsche Schauspieler Michael Fassbender ist im Mai mit dem Melodram „Song to Song“ sowie einer „Alien“-Fortsetzung in die Kinos gekommen. Der „Presse am Sonntag“ verrät er, wie er auf dem Motorrad abschaltet – und dass er Anbiederung nicht mag.