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Schauplätze: Christoph Bacher Archäologie

10.03.2017 | 13:32 |  von Johanna Hofleitner (Die Presse - Schaufenster)

Mit seinem Schauraum für antike Kunst schließt Christoph Bacher an eine in Wien ausgelöschte Tradition an.

Bild: (c) Beigestellt 

79 Jahre nach Schließung der letzten Galerie mit Spezialgebiet Antike eröffnet der Archäologieexperte nun, nur wenige Schritte vom Bahnhof Wien Mitte entfernt, einen veritablen Antikensalon. 160  Quadratmeter Ausstellungsfläche bieten ihm die Möglichkeit, zum Einstand ein geradezu museales Best-of zu präsentieren. 400 Exponate aus Ägypten, Griechenland, dem alten Orient, Etrurien und dem Römischen Reich laden zu einer Reise durch Kulturen und Epochen ein. Manches Objekt mutet erstaunlich modern an, andere faszinieren durch ihre Vollkommenheit, etwa ein 1900 Jahre alter Marmorkopf eines Satyrs, der mit seiner ­Provenienz aus aristokratischer Sammlung auch ein Stück Kulturgeschichte erzählt (Bild). Dass außen am Haus eine Tafel an ­Alexander Freud, den Bruder des bedeutendsten Wiener Antikensammlers, Sigmund Freud, erinnert, ist ein schöner Zufall, der auf die Magie dieser erinnerungsträchtigen Sparte einstimmt.

Christoph Bacher Archäologie: Schauraum für Kunst der Antike (1030 Wien, Untere Viaduktgasse 55, ab 15. März).

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