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Die Ich-Pleite: Böse Stiefmutter

17.02.2017 | 09:23 |  Annemarie (Die Presse - Schaufenster)

Es war einmal eine böse Stiefmutter. Die hatte einen Mann, und der hatte zwei Kinder.

 

Sie waren 16 Jahre und 18 Jahre alt. Eines Tages sagte der Mann: „Die Kinder möchten nach Neuseeland reisen.“ Aber die böse Stiefmutter sagte: „Ich komme nicht mit!“ Denn sie hatte fürchterliche Angst vor dem Fliegen. Da wurde der Mann so traurig, dass er mit der bösen Stiefmutter nicht mehr schlafen und nicht mehr reden konnte. Eines Tages sagte die böse Stiefmutter: „Also gut, dann fahre ich mit. Aber wenn ich das für euch tue, müsst ihr auch etwas für mich tun!“ „Sehr gern, liebe Stiefmutter!“, riefen die Kinder begeistert. „Ei, dann wünsche ich mir, dass wir in den Auklands eine Wanderung machen.“ Das versprachen die Kinder. Also flog die böse Stiefmutter trotz Todesangst mit ihrem Mann und seinen Kindern nach Neuseeland. Aber bald merkten die armen Kinder, dass Neuseeland gar nicht so war, wie sie es sich vorgestellt hatten!

Es gab nicht so viele teure Geschäfte, nicht so viel gutes Essen. Und manchmal streikte sogar das Internet! Die Kinder wurden von Tag zu Tag unglücklicher. Doch als die Reise zu Ende ging, verlangte die böse Stiefmutter nach der Wanderung. „Wenn ihr euer Versprechen nicht einlöst“, drohte sie, „leihe ich euch nie wieder mein iPad!“ Da erschraken die Kinder zu Tode. Und der arme Mann flehte: „Wir können doch auch zu Hause wandern!“ Doch die böse Stiefmutter blieb unerbittlich. „Wärst du unsere richtige Mutter“, klagten die Kinder, „wärst du nicht so hartherzig!“ Aber die böse Stiefmutter lachte nur: „Wenn ich eure richtige Mutter wäre, wärt ihr nicht so hartherzig!“ Dann flogen alle nach Hause, und wenn sie und der Mann sich nicht getrennt haben, wird die böse Stiefmutter nie mehr mit seinen Kindern verreisen.

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