Artikel drucken Artikel versenden Artikel kommentieren

Die Ich-Pleite: Die zunehmende Unbewohnbarkeit unseres Planeten

10.05.2017 | 19:26 |  Annemarie (Die Presse - Schaufenster)

Ob in absehbarer Zeit der Mars besiedelt werden kann?

 

Während der eine Teil der Menschheit schon bald eine Lösung für die zunehmende Unbewohnbarkeit unseres Planeten gefunden hat, weiß der andere noch nicht einmal, wie er seine schwere Tasche von da bis zum Lieblingscafé befördern soll, ohne nachher Cortisonspritzen bekommen zu müssen. Sicher, die Lösung für das erste Problem ist auch nicht einfach. Aber der Milliardär Elon Musk arbeitet zum Beispiel daran, in absehbarer Zeit den Mars mit einer Million Menschen zu besiedeln. Abgesehen davon, dass es nicht sehr reif wäre, die Erde zuerst mit Müll zuzuschütten und dann abzuhauen, wäre es natürlich eine Möglichkeit. Man müsste sich an den Anblick der roten Wüste gewöhnen und an die Sauerstoffmasken und daran, dass man zu 100 Prozent auf den verrückten Roboter angewiesen ist, der die Energieversorgung regelt, aber sonst sei vieles ähnlich, heißt es. Momentan ist die Reise zum Mars mit zehn Milliarden Dollar pro Person zwar noch ein bisschen teuer, aber in absehbarer Zeit soll es nur mehr 140.000 Dollar kosten. Nur hin natürlich. Aber da bewegen wir uns schon auf einem Niveau, wo man sagen kann: Das könnte ich mir überlegen. Wenn ich alle Taschen- und Rucksackfehlkäufe, zehn Jahre wöchentliche Rückenmassagen, ein paar rückenfreundliche superexklusive Biomatratzen, Pölster und Bürosessel zusammenzähle, könnte ich mir den Mars One Way auch bald leisten. Wenn mir nicht der arme Mars nicht leidtäte. Wenn er könnte, würde er bestimmt das Sonnensystem schleunigst verlassen, bevor wir ankommen. Aber eines muss man schon sagen: Die Taschengewichtsprobleme wäre man dort los. Weil erstens wiegt alles nur mehr ein Drittel, und zweitens gäbe es wahrscheinlich kein Café, für das man extra den Raumanzug anziehen würde.

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Artikel drucken Artikel versenden Artikel kommentieren Facebook Twitter Pinterest
Meistgelesen
    Als Gast kommentieren

    ...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)

    *... Pflichtfelder

    Sicherheitscode

    >>>
    Schwer lesbar? Neuen Code generieren

    Verbleibende Zeichen

    Lesen Sie mehr

    • Susanne Wuest: Der große Wurf

      Aus Ötzis Lebenszeit ins Hier und Jetzt: ein Gespräch mit Susanne Wuest über primitives Machtgehabe, den Social-Media-Hype und ihren Zugang zur Schauspielerei.
    • Randerscheinung: Studienkrise

      Ich habe zu viele Elternsätze gesagt,, die vielleicht nicht so gut zu den „Ich weiß genau, was du meinst“-Gefühlen gepasst haben.
    • Die Ich-Pleite: Arten des Drängelns

      Es ist nicht unmöglich, in der letzten Woche vor Weihnachten noch alle verbliebenen Geschenke zu kaufen.