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Trennungs-Wahrscheinlichkeit

02.06.2017 | 11:04 |  Annemarie (Die Presse - Schaufenster)

Die vielen Paare, die sich jetzt im Frühling auf ihre Hochzeit vorbereiten, hören es sicher gern.

Annemarie / Bild: Die Presse Schaufenster 

Die Scheidungsrate ist in Österreich im vorigen Jahr wieder gesunken! Sie liegt jetzt nur mehr bei 40,5 %. Wenn man sich jetzt das Ja-Wort gibt, hält es durchschnittlich zehn Jahre. Etwas schlechter sind die Chancen in Wien. Da beträgt die Scheidungsrate nämlich 47,2 %. Wenn man Pessimist ist, wäre ein Wohnortwechsel zu überlegen. Im Burgenland beträgt die Scheidungsrate nur mehr 44,6 %, in Niederösterreich 43,5 % und in Oberösterreich gar nur 35 %. Wer die Hochzeitseinladungen noch nicht gedruckt hat, könnte auch die Partnerwahl noch überdenken. Eine aktuelle Studie der Emory University in Atlanta hat zum Beispiel ergeben, dass der Altersunterschied entscheidend ist. Je höher er ist, desto größer ist die Trennungswahrscheinlichkeit. Schon bei fünf Jahren steigt die Trennungsrate um 18 % an, bei zehn Jahren sind es 39 %, bei 20 Jahren schon 95 %.

Aber auch wenn es dafür schon zu spät ist, muss man nicht verzweifeln. Denn bei den Trennungsgründen kann man auch noch viel machen! Laut einer Umfrage der Onlinepartnerbörse ­Elite-Partner ist der häufigste Trennungsgrund „Keine Zeit füreinander“, gefolgt von „Stress im Job“. Weniger arbeiten und mehr Händchenhalten wären also eine Eheverlängerungsmöglichkeit. Man darf es halt nicht übertreiben, denn „Geldsorgen“ steht schon auf Platz drei der Trennungsgründe und ist damit deutlich schlimmer als „Sexflaute“ (Platz vier). Trotzdem bleibt man sich in der Regel treu. Denn „Untreue“ landet erst auf Platz zehn. Stattdessen kommt es vermehrt zu „Egoismus“, „Ärger mit Kindern aus anderen Beziehungen“ und „Alltagsstreitereien“. Aber das ist jetzt sicher nur ein statistischer Zufall.

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