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Schauplätze: „Informel“

03.11.2016 | 12:20 |  von Johanna Hofleitner (Die Presse - Schaufenster)

Der Begriff „Informel“ steht ursprünglich für eine Malerei, die sich aus der ab-strakten Malerei der Nachkriegszeit entwickelt hat.

Bild: (c) Kupelwieser 

Doch muss Informel immer malerisch sein? Spielt da nicht auch die Skulptur in ihrer Dreidimensionalität hinein? Und wie verhält sich die Fotografie dazu? Die Galerie Hummel beschäftigt sich mit den Aspekten dieser Frage seit vielen Jahren. Im Rahmen des Fotofestivals „Eyes on“ erweitert sie die Fragestellung nun in Richtung Fotografie, Video und Film und untersucht, wie weit bewusste oder auch unbewusste Entscheidungen von Fotografen Informelles ergeben. Zu sehen sind Werke von Man Ray bis zu den Wiener Aktionisten, West/Kupelwieser (Bild) bis zu Félix González-Torres. Einflüsse des Abstrakten Expressionismus spielen hier ebenso eine Rolle wie der französische Nouveau Réalisme oder die italienische Arte Povera. Dass das Informel allerdings nie ganz ohne die Figur gedacht werden kann, beweist die Malerei Maria Lassnigs. Die Galerie Ulysses richtet den Fokus in der ersten Ausstellung nach Lassnigs Tod 2014 auf ihre eigenwillige Werk­serie „Landleben“ aus den 1980er-Jahren. Ländliche Idylle ist hier der Aufhänger für ein komplexes Spiel von Farbe, Form und Ausdruck (I., Opernring 21, 10. 11.–27. 1. 2017).

Galerie Hummel. „Capturing the Informel“ (1010 Wien, ­Bäckerstraße 14, 4. 11.–30. 11.).

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