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Schauplätze: Jutta Benzenberg

26.04.2017 | 13:13 |  von Johanna Hofleitner (Die Presse - Schaufenster)

Albanien ist das Hauptthema in den Serien der deutschen Fotografin Jutta Benzenberg.

Bild: (c) Jutta Benzenberg 

Ihre eindringlichen Aufnahmen sind am Übergang zwischen Reportage und Storytelling angesiedelt. Benzenbergs Kenntnis des Landes geht auf die 1980er-Jahre zurück. Damals begann sie, das Land aus Interesse an seiner Kultur und den Menschen zu bereisen. Ihre Aufmerksamkeit richtete sich dabei von Beginn an immer auch auf die politische Situation. In Deutschland lernte Jutta Benzenberg den albanischen Schriftsteller und oppositionellen Intellektuellen Ardian Klosi kennen, mit dem sie Anfang der 1990er nach Tirana übersiedelte. Im Mittelpunkt ihrer Ausstellung im Salzburger Fotohof steht der Wahlkampf des Oppositionspolitikers, Künstlers und nunmehrigen Ministerpräsidenten, Edi Rama. 30 Tage lang begleitete Benzenberg diesen Wahlkampf als „embedded journalist“. Der Fokus ihrer Reportage richtete sich auf die Menschen und ihre Emotionen, die sie aus der Masse heraus als interessierte, aufmerksame Individuen porträtierte. Dem gegenüber stehen typische Wahlkampfbilder, die das Phänomen der Massenbegeisterung dokumentieren, sowie Fotografien der Vorbereitung des Wahlauftritts, in denen auch die archaische albanische Landschaft Raum bekommt.

Fotohof. „Jutta Benzenberg. 30 Tage“ (5020 Salzburg, Inge-Morath-Platz 1–3, 28. 4.–3. 6.)

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