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Randerscheinung: Milchverbrauch

02.03.2017 | 08:54 |  Florian Asamer (Die Presse - Schaufenster)

„Wenn dann die Kinder aus dem Gröbsten raus sind...", hört man oft Eltern sagen.

 

Wenn sie das sagen, haben sie kaum genauere Vorstellungen davon, was dann eigentlich ist, und vor allem, wann das ist und wie man es merkt. Ich kann nur sagen, wenn man in dieser Richtung etwas vom Milchverbrauch ableiten kann, sind wir definitiv aus dem Gröbsten draußen. Während wir zu Spitzenzeiten kulinarisch kein Wochenende ohne mindestens sechs Liter Milch anzudenken brauchten, reichen momentan auch schon einmal zwei Liter für Samstag, Sonntag und Montagfrüh. Das liegt auch daran, dass der Jüngste, anders als seine beiden älteren Brüder, nicht schüsselweise (auch untertags) Frühstückscerealien in sich hineinschaufelt, sondern je nach Tagesverfassung zwischen unterschiedlichen Frühstücksvarianten hin- und herwechselt.

Als er neulich einmal doch gerade irgendetwas von Kelloggs gegessen hat, ist ein Milchpackerl vor ihm auf dem Tisch gestanden. Worauf ich ihn gefragt habe, ob er eigentlich weiß, von welchem Tier die Milch kommt, die er da trinkt. Ich war dann recht überrascht, dass er sich nicht wirklich sicher war. Das zeichnet Volksschüler aus, dass sie die unglaublichsten Dinge wissen und nicht wissen. Und wenn ich s mir recht überlege, ändert sich das auch bei Erwachsenen nicht. Noch überraschter war ich aber, als ich auch auf der Packung nirgends finden konnte, wessen Milch das eigentlich ist. Alles Mögliche stand da. "Frische Bioheumilch" und ein ganzer Absatz über Wiesen und Futter und so. Das Wort "Kuh" aber nicht. Seither habe ich schon auf Packungen verschiedener Hersteller geschaut: Milch von Heublumen gibt es da, von Tiroler Bergen und sogar von Bergbauern. Von Kühen aber nicht. Merkwürdig. Und ein Glück, dass wir nicht mehr so viel davon brauchen.

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