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Austrian Airlines hebt mit Chuck Norris ab

12.07.2017 | 10:36 |   (DiePresse.com)

Eine knallharte Werbeaktion. Austrian Airlines hatte Chuck Norris an Bord und nutzte seine Präsenz für einen schnellen Witz.

"Chuck Norris doesn't fly with Austrian Airlines, Austrian Airlines flies with Chuck Norris. / Bild: Instagram (austrianairlines) 

Für einen knallharten Hollywoodkerl, der auf der Leinwand mit geballten Fäusten spricht, zeigt Chuck Norris viel Humor. Muss er auch, denn als Zielscheibe der "Chuck Norris Fakten" ist er eine Art Witzfigur geworden. Tausende Sprüche, die die Stärke und Männlichkeit des Actionhelden und Kampfsportmeisters auf die Schippe nehmen, kursieren im Netz - und neuerdings auch verstärkt bei Austrian Airlines. Denn: "Chuck Norris doesn't fly with Austrian Airlines, Austrian Airlines flies with Chuck Norris." Die Fluglinie nutzte den berühmten Passagier, der offenbar kürzlich an Bord war, für eine spontane Werbeaktion und bekam ausreichend Reaktionen. Der Schauspieler amüsiert die User einmal mehr als Internetphänomen.

Den ersten Witz, den er 2006 über sich hörte, fände er heute immer noch am besten, sagte Norris 2015 bei der Jahrestagung der National Religious Broadcasters, einem konservativen Verband religiöser Medienschaffender: "Sie wollten Chuck Norris auf Mount Rushmore abbilden, aber der Granitfels war nicht hart genug für seinen Bart." Die Sprüche reichen von "Chuck Norris schläft mit einem Kissen unter seiner Pistole" bis zu "Einmal rupfte sich Chuck Norris ein Barthaar aus und spießte damit drei Männer auf".

Als Action-Star, der meist als guter Held und oft in Polizeiuniform gegen Bösewichte kämpfte, hat Norris eine eingeschworene Fangemeinde. Wenn er als Schauspieler auch nie so ernst genommen wurde, wie seine Vorbilder Clint Eastwood und Charles Bronson. Seinen Ruhm verdankt er vor allem der Dauer-Rolle als Gesetzeshüter Cordell Walker in der TV-Serie "Walker, Texas Ranger". Ab 1993 spielte er mehr als acht Jahre lang den Ranger in Texas, der für Recht und Gesetz eintritt, am liebsten mit fliegenden Fäusten und Martial-Arts-Manövern.

Ein scheuer Karateweltmeister

Schließlich war Norris lange vor dem Leinwanderfolg Karateweltmeister im Mittelgewicht, einen Titel, den er von 1968 bis zu seinem Abschied vom Profi-Kampfsport sechs Jahre lang erfolgreich verteidigte. Dabei sei er als Kind "extrem scheu" gewesen, offenbarte Norris einmal. Seine streng religiöse Mutter im ländlichen Oklahoma hätte ihn nach einem befreundeten Priester, Carlos Ray, benannt. Der Vater hatte die Familie früh verlassen.

Stärke und Selbstbewusstsein habe er erst als Soldat in Korea gelernt, wo er die Karate-Variante Tang Soo Do entdeckte. In den 60er-Jahren schlug sich Norris in den USA als Kampfsportlehrer durch, sammelte Trophäen und schwarze Gürtel in Martial Arts. Sein Kampfsportfreund Bruce Lee und Steve McQueen, der zu Norris' prominenten Karate-Schülern zählte, bahnten ihm in Hollywood den Weg.

(sh)

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