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Vacheron Constantin: „Overseas Weltzeituhr“

29.12.2016 | 21:27 |  von Alexander Linz (Die Presse - Schaufenster)

Ein mechanischer Weltzeitrechner von Vacheron Constantin fürs Handgelenk. 37 der 38 derzeit aktiven Zonenzeiten auf einen Blick. Das ist ein Wort.

Die Vacheron-Constantin-„Overseas Weltzeituhr“ kann ganz-, halb- und viertelstündliche Abweichungen von der koordinierten Weltzeit (UTC) anzeigen. Ein silberfarbenes, blaues und braunes Zifferblatt stehen zur Wahl. Zu jeder Uhr bekommt der Kunde ein Stahl-, Leder- und Gummiband, das er selbst ganz einfach wechseln kann. Motor der Uhr ist Kaliber „2460WT“ der Genfer Manufaktur. / Bild: (c) Beigestellt 

Es gibt 39 Zeitzonen und zugehörige Zonenzeiten. Derzeit sind 38 davon aktiv. Die letzte prominente Änderung passierte am 1. Mai in Venezuela, als dort die Uhren um 30 Minuten vorgestellt wurden. Jetzt beträgt die Differenz zu Wien wieder sechs Stunden. Nachdem es aber nicht sicher ist, ob das so bleibt, steht Vacheron-Constantin-CEO Charlie Torres vor einem Problem. Auf dem Zifferblatt seiner neuen „Overseas Weltzeituhr“ ist Caracas noch mit minus 4.30 Stunden Unterschied zu UTC eingezeichnet. Als Charlie Torres die Zifferblätter und die Mechanik zur Steuerung in Auftrag gab, wusste er noch nichts von einer möglichen Änderung in Caracas. Heute stehen die Chance 50:50, dass Caracas bei minus vier Stunden Abweichung zu UTC bleibt oder wieder zurückkehrt zu den minus 4.30 Stunden. Man sieht, dass es gar nicht leicht ist, so eine Uhr auf den Markt zu bringen.

(c) Beigestellt / Bild: (c) Beigestellt 

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Korrekt. Die „Overseas Weltzeituhr“ von Vacheron Constantin kann, wie die technisch baugleiche „Patrimony Traditionnelle Weltzeit“, ganz-, halb- und viertelstündliche Abweichungen von der koordinierten Weltzeit (UTC) anzeigen. Die Anzeige dazu besteht aus drei Teilen: Die Mitte wird von der Lambert’schen Kegelprojektion der Weltkarte mit hervorgehobenen Kontinenten und Ozeanen bestimmt. Auf einer transparenten, lackierten Scheibe können die Namen der Städte abgelesen werden. Eine dritte, über der Karte liegende Saphirglasscheibe sorgt mit fein abgestuften Rauchfarben für die Tag-/Nacht-Anzeige, die mit der 24-Stunden-Scheibe synchronisiert ist. Ein transparent lackierter äußerer Ring dient der Anzeige von Stunden und Minuten. Alle Umstellungen werden über die Krone durchgeführt. Als Referenzpunkt dient stets der schwarze Pfeil bei 6 Uhr auf dem Gehäuse. Reist man zum Beispiel von Wien nach San Francisco, dann zieht man in San Francisco angekommen die Krone in die erste Stellung und dreht sie so lang, bis Los Angeles bei 6 Uhr erscheint. Danach drückt man die Krone wieder zu. Alle Anzeigen haben sich nun so umgestellt, dass man vom Hauptzifferblatt mittels Stunden- und Minutenzeigers die lokale Zeit in San Francisco ablesen kann und von der Zeitscheibe und dem Städtering die korrelierenden Zonenzeiten. Die aktuelle Uhrzeit in Wien findet man auf dem Zifferblatt in dem Fall bei Geneva. Selbstverständlich geht beim Umstellen der Zonenzeiten die korrekte Uhrzeit nicht verloren. Im Fall, dass man in einer Zonenzeit angekommen ist, in der es eine halb- oder viertelstündliche Verschiebung der Zeit gibt, zeigt dies der Minutenzeiger am Hauptzifferblatt natürlich ebenso korrekt an. Wäre dem nicht so, wäre das ja keine intelligente Reiseuhr. Die 43,5 mm große Stahluhr wird in drei Zifferblattvarianten angeboten und 39.840 Euro kosten. Zu jeder Uhr bekommt der Kunde ein Stahl-, ein Leder- und ein Gummiband, das er selbst wechseln kann; Werkzeug wird keines benötigt.

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