Artikel drucken Artikel versenden Artikel kommentieren

Carl Suchy & Söhne: „Waltz No. 1“

10.03.2017 | 11:43 |  von Alexander Linz (Die Presse - Schaufenster)

Mit Carl Suchy & Söhne betritt ein zweiter österreichischer Hersteller die internationale Bühne der Uhren.

Bild: (c) Beigestellt 

Zu Maria und Richard Habring, alias Habring2, gesellt sich ab sofort Carl Suchy & Söhne als heimischer Hersteller von Armbanduhren. Im Jahr 1822 gründete Carl Suchy einst sein Uhrenfachgeschäft in Prag. Im Jahr 1835, anlässlich der Krönung von Kaiser Ferdinand I., stattete Suchy die Prager Burg mit Uhren aus. Neun Jahre später erhielt Suchy als erster und lange Zeit einziger Uhrmacher den Titel k. u. k. Hoflieferant. Wie man damals zu Recht meinte, „entsprachen die Erzeugnisse der Familie Suchy in Beziehung auf Eleganz und Vollkommenheit den höchsten Anforderungen“. Der Erfolg beflügelte. Mit dem Eintritt der Söhne ins Geschäft wurde die Firma umbenannt. Carl Suchy & Söhne avancierte zum bedeutendsten Uhrenhersteller der Donaumonarchie. Im Jahr 1853 gründete Carl Suchy junior in La Chaux-de-Fonds, im Schweizer Jura, eine Taschenuhrenfabrik. Er belieferte fortan das väterliche Geschäft und ebenso England, denn auch da waren seine Taschenuhren gefragt.

(c) Beigestellt / Bild: (c) Beigestellt 

+ Bild vergrößern

Zehn Jahre später gründete Hans Suchy, der zweite Sohn, ein Geschäft in der Wiener Rotenturmstraße 6; den Titel k. u. k. Hoflieferant durfte natürlich auch er führen. Aristokraten, Künstler, Indus­trielle und Österreichs Kaiser, Franz Joseph I., zählten zu den Stammkunden des damals zusehends international gefragten Uhrmachers. Nach dem Tod von Hans Suchy im Jahr 1898 übernahm Witwe Therese das Geschäft in Wien. Mit dem Ende der Donau­monarchie im Jahr 1918 endete vorerst die Geschichte des Hauses Suchy. 99 Jahre später zeigt uns nun Robert Punkenhofer, der zusammen mit dem Designer Milos Ristin und dem Schweizer Uhrmacher Marc Jenni die Marke Carl Suchy  &  Söhne wiederbelebt hat, die ersten Uhren der ­Neuzeit. Wir zollen ihnen Respekt. Was die drei geschaffen haben, kann sich sehen lassen. Die „Waltz No. 1“ ist eine schnörkellos schöne Armbanduhr, inspiriert von der schlichten Designsprache des Adolf Loos. Motor ist das hochwertige Schweizer Automatikkaliber „VMF 5401“ der Vaucher Manufacture in Fleurier mit Mikrorotor. Letzteres findet sich übrigens auch in Armbanduhren von Parmigiani Fleurier oder Hermès.

Info

Der Neustart der Marke Carl Suchy & Söhne erfolgt mit 22 weitgehend von Hand gefertigten und personalisierten „Waltz No. 1“. Elf der Uhren mit der Sekundenzeige in Form eines „Walzerkreises“ bei „6 Uhr“ werden mit schwarzem und elf mit weißem Zifferblatt angeboten. Das 41 mm große Stahlgehäuse ist bis zu 30 Meter wasserdicht. Eine „Waltz No. 1“ kostet inklusive ihrer wunderschönen, in Österreich gefertigten Holzschachtel 5900 Euro.

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Artikel drucken Artikel versenden Artikel kommentieren Facebook Twitter Pinterest
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode

>>>
Schwer lesbar? Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

Lesen Sie mehr

  • IWC: Limitierte Zeitmesser

    Die IWC Schaffhausen setzt diesen Sommer ganz auf Tradition und präsentiert gleich drei interessante limitierte Zeitmesser.
  • Breguet: „Marine Équation Marchante Referenz 5887“

    Die Breguet „Marine Équation Marchante Referenz 5887 zeigt die Zeitgleichung, verfügt über ein ewiges Kalendarium und ein Tourbillon.
  • Zeitmesser: America’s Cup

    Auf den Bermudainseln ist der 35. America’s Cup voll im Gange. Neben Panerai sind auch Omega und Ulysse Nardin mit dabei.