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Pools: Den Strand vor der Tür

28.03.2018 | 18:25 |  Kelly Kelch (Die Presse - Schaufenster)

Ein Pool macht aus dem Garten ein kleines Urlaubsdomizil. Wer für den Sommer gerüstet sein will, sollte früh zu planen beginnen.

Optische Täuschung. Beim Infinity Pool verschmilzt der Horizont mit dem Wasser. / Bild: Reuters (Carlo Allegri) 

Frei stehend oder eingebaut? Das ist die erste Entscheidung, die beim Bau oder der Anschaffung eines Swimmingpools zu treffen ist. Frei stehende Modelle werden aus glasfaserverstärktem Kunststoff gefertigt. Sie brauchen für einen festen Stand einen flachen Untergrund und eignen sich sowohl für den Außen- als auch für den Innenbereich mit kleinerem Grundstück. Der Vorteil des Materials liegt in seiner hohen Resistenz und seiner relativ günstigen Fertigung. Die Fertigschalenbecken mit Standardmaßen waren in der Vergangenheit aus ästhetischen Gesichtspunkten allerdings nicht immer die erste Wahl, weil die Formen nicht selten einer Badewanne ähnelten. Inzwischen hat sich der gestalterische Anspruch deutlich erhöht.

Bei den Einbauvarianten wird immer noch die konventionelle Methode des betonierten Pools bevorzugt. Dies liegt wohl daran, dass sich durch das Gussverfahren jegliche Gestaltungsformen realisieren lassen. Allerdings ist das Ausheben einer Grube teuer. Fällt die Entscheidung auf ein Stahlwandbecken, könnte dies bei der Wahl eines frei stehenden Modells eine preiswertere Alternative ergeben. Bei den meisten Modellen machen die statisch selbsttragenden und verschweißten Wände die Stabilisierung mit Beton obsolet. Ab einer bestimmten Beckengröße ist es aber auch hier empfehlenswert, diese in den Boden einzulassen, um die Stabilität nicht zu gefährden.

Grenzenloses Vergnügen

Bei der Materialauswahl ist häufig das Zusammenspiel von Edelstahl und Holz auszumachen. Hier wird ein beschichteter Holzrahmen mit einer Stahlkonstruktion verstärkt und anschließend mit einer Folie oder Membrane ausgelegt. Dieser Variante wird eine bessere Isolation bescheinigt, die zu einer höheren Wassertemperatur (bis zu fünf Grad) führen kann und folglich Heizkosten spart. Praktikabel und kostengünstig ist ein Pool aus Styropor.

In Hotels, Wellnessanlagen oder exklusiven Loftwohnungen ist er immer häufiger zu sehen der Glaspool mit seinem bis zu 25 Zentimeter dicken Acryl- oder Verbundsicherheitsglas. Die Basis bildet meistens ein Becken aus Sichtbeton, Fliesen oder Edelstahl. Darin wird der Glaskörper eingesetzt und mittels eines Silikonverschnitts oder Spezialklebers abgedichtet. Extravagant ist beim Glaspool nicht nur das auffällige Design, sondern auch die Art der Nutzung. Dem Schwimmer bieten sich etwa beim Tauchen atemberaubende Blicke in die Umwelt. Vor allem, wenn sich der Pool auf einem Hochhaus befindet, wie der Glaspool im 42. Stockwerk des Market Square Towers in Houston, Texas.

Wer an seinen Swimmingpool höchste ästhetische Ansprüche stellt, kommt an einem Infinity Pool nicht vorbei. Bei diesem ist das Ende so abgesenkt, dass man den Eindruck gewinnt, das Wasser würde im Nichts verschwinden. Tatsächlich läuft es über die abgesenkte Kante eines Überlaufs in ein darunterliegendes verdecktes Becken. Durch das Wegfallen der Kante verschmilzt förmlich der Horizont mit dem Wasser und das Auge erfährt eine optische Täuschung.

 

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