Im Keller: Wie man umgehend genießt

17.11.2011 | 16:09 |  von Gerhard Hofer (Die Presse - Schaufenster)

Es gibt ja Dinge, die man zwar gar nicht verträgt, der guten, alten Tradition zuliebe aber trotzdem immer wieder auf sich nimmt.

Artikel drucken Artikel versenden Artikel kommentieren

Es gibt ja Dinge, die man zwar gar nicht verträgt, der guten, alten Tradition zuliebe aber trotzdem immer wieder auf sich nimmt. Also zum Beispiel Urlaub in viel zu heißen Gegenden, Wagner-Opern oder Martini-Gansl. Letzteres habe ich vor einigen Tagen absolviert, wenn auch noch nicht ganz verdaut. Immer nachdem ich der Tradition zuliebe mein Leben aufs Spiel gesetzt habe, krame ich die alten Willi-Dungl-Gesundheitsratgeber heraus und schwöre, mein Leben umgehend zu ändern. Mit „umgehend“ meinte ich, nachdem ich den „Grünen Veltliner Kremstal DAC Reserve Ellitär“ vom Weingut Aigner gekostet hatte. Der Wein musste weg. Ein großartiger Wein, nur so nebenbei. Wenn einer schon „Elitär“ heißt, dachte ich und packte all meine Skepsis aus. Verflogen mit dem ersten Schnupperer, hinweggespült mit dem ersten Schluck. So einen wundervoll dekadenten Grünen Veltliner hab ich schon lange nicht getrunken. Richtig feist ist schon der Geruch nach Honig und reifen Früchten. Trotz seiner Wucht trinkt er sich sehr angenehm, weil er über ausreichend Säure verfügt, die den vielen Alkohol etwas abfedert. Das ist ein Wein – ideal zum traditionellen, üppigen Weihnachtskarpfen. Zumindest bis dahin werde ich Willi Dungls drei Säulen der Gesundheit befolgen. Und zwar umgehend.

TIPP
Weingut Aigner, www.aigner-wein.at; Grüner Veltliner „Elitär“ DAC Reserve, 24,90 Euro ab Hof

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Artikel drucken Artikel versenden Artikel kommentieren Facebook Twitter Pinterest
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode

>>>
Schwer lesbar? Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

Lesen Sie mehr