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Im Keller: Chardonnay Patchwork 15

09.02.2017 | 09:19 |  von Gerhard Hofer (Die Presse - Schaufenster)

Zwölftonmusik.

Bild: (c) Beigestellt 

Zwischen dem Burgund und der Schweiz hat sich die kleine Weinbauregion Jura hineingequetscht. Dort gibt es Chardonnays, die man - gelinde gesagt - nicht so schnell vergisst. Vor allem, wenn es sich um Weine von Bénédicte & Stéphane Tissot handelt. Stéphane Tissot zählt zu den begnadetsten und kompromisslosesten Winzern der Region. Seit fast 20 Jahren setzt er auf biodynamischen Weinbau. Und diese Kompromisslosigkeit findet man auch in seinen Weinen. Dabei wäre Chardonnay aus dieser Region schon allein ein spannedes Terrain. Die Stilistik ist eigenwillig, geradzu unverkennbar. Oft riechen die Weine nach alten überreifen Äpfeln, wirken fast schon oxidativ. Alles in allem sind sie also ziemlich deftig. Und bei Stéphane Tissot kann man das „ziemlich“ ruhigen Gewissens weglassen. Sein Chardonnay Patchwork 2015 trinkt sich wie Zwölftonmusik. Anfangs also ziemlich dings. Aber mit der Zeit wird aus knackiger Säure, oxidativem Duft und mineralischer Fülle eine äußerst spannende Sache. Nicht für jeden. Es ist ein Experiment, es gibt aber weit gefährlichere. Zwölftonmusik etwa.

Domaine Tissot, Chardonnay Patchwork 15, 18,90 Euro bei www.wagners-weinshop.com

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